Home  |  Impressum  |  Datenschutz  |  Sitemap


GOTTESDIENSTE IN FREIBURG

1. Sonntag nach Epiphanias/Drei König

STELLENANGEBOTE

Telefonseelsorge:
Stellvertr. Leitung

Kita-Bereich

Quelle: facebook

Wir danken den Sponsoren von unserem Fahrzeug

HERZLICH WILLKOMMEN

Quelle: Günter Hammer
Stadtdekan Markus Engelhardt
Porta patet, cor magis: so lautet die alte Begrüßungsformel bei den Benediktinern, die heute noch über dem Eingang vieler Benediktinerklöster zu lesen ist. "Die Tür steht offen - aber das Herz noch mehr"! Fühlen auch Sie sich so begrüßt, auch wenn wir Protestanten nur wenige Klöster haben und ein Internetportal nur eine virtuelle "Porta" ist.
 

Ansprechpartner
AUS DER LANDESKIRCHE

Stadtsynode beschließt Sondersitzung zu Dietenbach

- 25.11.2018 - 

VOR DEM BÜRGERENTSCHEID WILL DIE EVANGELISCHE KIRCHE PRO UND CONTRA BERATEN

Freiburg. Die Evangelische Stadtsynode will sich mit einer Sondersitzung intensiv zum geplanten Neubaugebiet Dietenbach beschäftigen. Das wurde auf der Herbsttagung des lokalen Kirchenparlaments am Samstag (24.11.2018) mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Bei dieser Sondersitzung im Vorfeld des geplanten Bürgerentscheids sollen die Pro- und Contra-Argumente zum geplanten Stadtteil intensiv beraten und gegebenenfalls eine Positionierung der Evangelischen Kirche in Freiburg beschlossen werden. Ein Termin für die Sondersitzung wird vom Präsidium des Leitungsgremiums demnächst bekannt gegeben.

Quelle: Günter Hammer
Rückblick Juli 2018: Auf dem Dietenbachgelände erläutert Pfarrer Slenczka (li.) die Pläne zur kirchlichen Präsenz im geplanten Stadtteil. Mit dabei Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh (2. v. r.) und Synodenpräsidentin Regina D. Schiewer (re.)
Im Mittelpunkt der Synodensitzung im Melanchthonsaal in Freiburg-Haslach stand der Bericht von Pfarrer Dr. Björn Slenczka, der mit der Erstellung einer Konzeption von kirchlicher Präsenz in Freiburgs neuen Stadtteilen beauftragt ist. Er erläuterte die Entwicklung verschiedener Neubaugebiete in Freiburg, verbunden mit der Frage, welche Aufgaben sich daraus für die Kirche ergeben. Für den seit 2011 geplanten neuen großen Stadtteil Dietenbach stellte Slenczka, der auch Gemeindepfarrer an der Christuskirche ist, die bisherige Entwicklung dar. Er betonte, dass beide großen Kirchen in Freiburg den politischen und stadtplanerischen Prozess für den neuen Stadtteil „aufmerksam begleitet“ hätten.

„Das erfolgreiche Bürgerbegehren stellt nun auch die beiden Stadtkirchen vor die Aufgabe und Herausforderung, sich der neuen Grundsatzdebatte um Dietenbach zu stellen“, sagte er. Es gebe zur Debatte um Dietenbach „auf beiden Seiten gewichtige Argumente, für die sich auch jeweils Begründungen anführen lassen, die in der christlichen Ethik verankert werden können“. Der Theologe folgerte daraus, dass „letztlich eine Güterabwägung notwendig und unumgänglich“ sei, die vor die Frage stelle, ob man der ökologischen und landwirtschaftlichen Problematik oder der sozialen Frage der Wohnproblematik das größere Gewicht beimesse. Diese komplexe und persönlich zu treffende Abwägung in der Stadtsynode zu debattieren, halte er für schwierig; er bereite dazu aber zusammen mit seinem katholischen Kollegen für den Freiburger Südwesten eine öffentliche Veranstaltung zum Pro und Contra vor.


Im zweiten Teil seines Vortrages ging Pfarrer Slenczka auf die bisherigen ökumenischen Überlegungen und Pläne zum Bau eines „kirchlichen Gebäudekomplexes“ in Dietenbach ein, der sich im neuen Stadtteil in die geplante Bebauung einfügen und bei dem sich öffentliche und private Nutzungen verbinden ließen. Diese kirchliche Präsenz werde ökumenisch konzipiert; die Beauftragten der beiden Kirchen, Pfarrer Slenczka und Pastoralreferent Michael Hartmann, sowie die beiden Fachgruppen arbeiten vertrauensvoll zusammen, sagte Slenczka.


Bei der anschließenden Diskussion in der Synode meinte dann der Synodale Bernd Klippstein, dass sich die Kirche in der Dietenbachfrage klar positionieren müsse. „Die Leute erwarten von der Kirche eine klare Stellungnahme“, sagte er. Dem widersprach teilweise der Synodale Michael Nödl. Für ihn sei klar, dass „die Landwirtschaft und damit die Erzeuger unserer Lebensmittel im Blick bleiben“ müssten. „Eine Sondersynode könne Hilfestellung bieten, auf was man bei der Debatte achten muss“, meinte ein anderer Synodaler. Auch Stadtdekan Markus Engelhardt befürwortete eine Sondersitzung. Beim Bürgerentscheid zum Stadionbau 2015 habe sich die Kirche bewusst nicht positioniert, jetzt gehe es aber um die „existentielle
Frage, wie sich die Stadt und ihre Bürgerschaft weiter entwickelt“, ist Engelhardt überzeugt. Schließlich stellte die Vorsitzende der Stadtsynode Regina D. Schiewer den Antrag, das Thema rechtzeitig vor dem Bürgerentscheid (24.02.2019) auf einer Sondersitzung zu behandeln. Diesem Antrag stimmte das Gremium mit rund 70 Delegierten aus den Pfarreien mit deutlicher Mehrheit zu.

Diakonisches Werk

Bei der Tagung der Stadtsynode stand auch ein Bericht des Aufsichtsrats des Diakonischen Werks (DW) erstmals auf der Tagesordnung. Aufsichtsratsvorsitzender Stadtdekan Markus Engelhardt berichtete von einer sehr positiven Bilanz des DW (siehe kompletten Bericht im Downloadbereich auf dieser Seite unten). „Mit dem Betriebsübergang zum 01.01.2017 sind alle Aufgabenbereiche mit Ausnahme des Betreuungsvereins der Diakonie vom Diakonieverein an das DW Freiburg und somit unter die Zuständigkeit des Aufsichtsrats übergegangen“, erläuterte Engelhardt. Das DW Freiburg spiele eine aktive Rolle in der Sozial- und Kommunalpolitik der Stadt Freiburg, was auch beim Besuch des Bischofs und der Kommission im Rahmen der Visitation der Stadtkirche im Juli sehr deutlich geworden sei. Nach der großen Finanzkrise in den Jahren nach 2000 sei der örtliche Wohlfahrtsverband inzwischen völlig schuldenfrei, berichtete DW-Geschäftsführer Jochen Pfisterer. 

Rückblick – Ausblick

In ihrem „Rück- und Ausblick“ ging zu Beginn die Synodenvorsitzende Regina D. Schiewer auf die Visitationsziele und deren Umsetzung durch bestimmte Maßnahmen ein (siehe kompletten Bericht im Downloadbereich auf dieser Seite unten). So sei der Stadtkirchenrat in Beratungen, wie dem Mitgliederschwund entgegengewirkt werden kann und wie sich die Öffentlichkeitsarbeit in den nächsten Jahren weiterentwickelt. Weiterhin will man eine Bedarfsanalyse des gottesdienstlichen Angebots erstellen und ein Gesamtkonzept der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien formulieren. In diesem Zusammenhang gab die Vorsitzende bekannt, dass Bezirksjugendreferent Christian Markl das Evangelische Kinder- und Jugendwerk verlässt. Hier muss die Stelle neu ausgeschrieben werden. Auch die langjährige Leiterin der Fachabteilung Kindertageseinrichtungen, Heidrun Jansen-Czaja, wird ihre Stelle aufgeben und Freiburg verlassen. Die Stelle ist zur Neubesetzung bereits ausgeschrieben.

Schließlich gab es auch einen Bericht vom Landessynodalen Thomas Krebs, der über verschiedene Änderungen im Leitungs- und Wahlgesetz sprach. Der Vorsitzende des Finanzausschusses Werner Bachmann erläuterte die bevorstehenden Änderungen beim Umsatzsteuergesetz, von dem in bestimmten Teilen künftig auch kirchliche Arbeit betroffen ist, sofern es Tätigkeiten im wirtschaftlichen Bereich seien, so der Finanzexperte. Weitere ausführlichere Informationen werde es dazu bei einer der nächsten Synodalsitzungen geben.

 

Datei zum Downloaden
Predigt von Stadtdkekan Markus Engelhardt zu Beginn der Herbsttagung der Stadtsynode zu Psalm 56,9

Rückblick und Ausblick bei der Herbsttagung 2018 der Stadtsynode von der Vorsitzenden Regina D. Schiewer

Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrats des Diakonischen Werks Freiburg Stadtdekan Markus Engelhardt vor der Stadtsynode im November 2018.

Gesichtspunkte für Überlegungen der Evangelischen und Katholischen Kirche in Freiburg zum Bürgerentscheid über den geplanten Stadtteil Dietenbach


Autor / Autorin
Günter Hammer
Pressesprecher