»couragiert widerständig« - Ökumenische FriedensDekade 2026
- 22.10.2026 -
Unter dem Motto »couragiert widerständig« bietet die Ökumenische FriedensDekade 2026 vom 8. bis 18. November in Freiburg wieder zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Frieden an.
Die Welt, in der wir leben, macht es einem nicht leicht, ruhig zu bleiben. Aufrüstung, Demokratieabbau, Klimakrise, wachsende Ungleichheit – es sind keine abstrakten Bedrohungen, sondern spürbare Realitäten, die viele Menschen lähmen. Und doch: Aufgeben ist keine Option. Das diesjährige Motto »couragiert widerständig« ruft dazu auf, aktiv Haltung zu zeigen, nicht wegzuschauen und sich für Frieden, Menschenwürde und Gerechtigkeit einzusetzen.
Die FriedensDekade bietet zu dieser Thematik verschiedene Veranstaltungen an: Gottesdienste und Andachten, Vorträge, Lesungen und Gesprächsrunden, Seminare und Workshops sowie besondere Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Familien.
Besonders hingewiesen sei auf den Gedenkweg im Rahmen des Gedenkens zur Reichspogromnacht am Montag, 9. November, 16 Uhr. Treffpunkt ist an der Gedenktafel (Hebelschule, Eingang Eschholzstraße). Organisiert wird der Gedenkweg von Gabi Rolland, MdL. Am Erinnerungstag der Reichspogromnacht führt der Weg über Stationen des Gedenkens zur zentralen Gedenkfeier auf dem Platz der Alten Synagoge. In der Nacht des 9. Novembers 1938 wurden rund 1400 Synagogen, tausende jüdische Läden, Betriebe, Arztpraxen und Wohnhäuser in Deutschland und Österreich innerhalb weniger Stunden zerstört. Dutzende Menschen wurden getötet. Auch die Freiburger Synagoge wurde in Brand gesetzt. Im Hebelschulhof wurden am 22. Oktober 1940 hunderte Jüdinnen und Juden aus Süddeutschland inhaftiert und zur Vernichtung nach Gurs abtransportiert.
Seit 45 Jahren engagiert sich die Ökumenische FriedensDekade für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Auch im Jahr 2026 will die FriedensDekade unter dem Motto „couragiert widerständig“ einen Beitrag zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses leisten und zur friedenspolitischen Willensbildung in Kirchen, Gemeinden und Gesellschaft beitragen.


