Jüdisch-Christliches Gemeinschafts-Projekt: Wechselseitiger Besuch zu Pessach-Gründonnerstag
- 13.03.2026 -
OB Martin Horn übernimmt Schirmherrschaft
In diesem Jahr fallen der Beginn des jüdischen Pessachfestes und der christliche Gründonnerstag zeitlich zusammen. Diese Besonderheit nehmen die Israelitische Gemeinde sowie die Katholische und Evangelische Kirche Freiburg zum Anlass, sich gegenseitig zu besuchen.
Am 1. April 2026, dem Vorabend des ersten Pessach-Tages, sind Christinnen und Christen in der (neuen) Synagoge Freiburg zum Seder-Abend eingeladen. Nach einem kurzen Gottesdienst um 19 Uhr beginnt das gemeinsame Essen, welches gegen 22 Uhr endet. Jüdinnen und Juden gedenken an diesem Abend im Rahmen einer festen Liturgie mit einer klar bestimmten Abfolge von Speisen, Getränken und Worten des „Exodus“, des Auszugs und der Befreiung des jüdischen Volkes aus Ägypten.
Am Gründonnerstag, dem 2. April 2026, sind Jüdinnen und Juden aber auch Christinnen und Christen ab 18 Uhr in die Pauluskirche zunächst zu einer Informations-Veranstaltung eingeladen. Hier wird die Bedeutung des Gründonnerstags erklärt. Außerdem werden die Spezifika der katholischen und evangelischen Kirche erläutert. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, einen evangelischen oder katholischen Gottesdienst zu besuchen.
Oberbürgermeister Martin Horn hat für das jüdisch-christliche Projekt die Schirmherrschaft übernommen: „Auf Zeiten internationalen Gegeneinanders antworten wir mit lokalem Miteinander“, so Horn, der an beiden Abenden zugegen sein wird. „Ich freue mich sehr über die guten Verbindungen, für die sich christliche, jüdische und muslimische Gemeinden in Freiburg stark machen. Wenn und indem wir einander besser kennen lernen, können Vertrauen und Freundschaft wachsen – und so die Basis für stabilen Frieden.“
Mitgetragen und organisiert wird das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sowie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
Wichtig: Für den Sederabend am Mittwoch, den 1. April 2026, im jüdischen Gemeindezentrum (neue Synagoge mit Haupteingang in der Engelstraße hinter der Stadtbibliothek) besteht eine Anmeldepflicht; die Platzzahl ist begrenzt. Anmelden kann man sich hier bis einschließlich Dienstag, 24. März 2026. Einlass mit Sicherheitskontrolle ist bereits ab 17.30 Uhr, bitte so wenig Taschen und Gepäck wie möglich mitbringen und Ausweis bereithalten, um Wartezeiten zu verkürzen. Männliche Besucher sind gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen. In der Synagoge steht am Eingang eine Box für freiwillige Spenden bereit; auch eine Überweisung ist möglich (Bankverbindung über https://www.jg-fr.de/kontakt/). Für den Gründonnerstag-Abend in der Pauluskirche, Dreisamstr.3, besteht keine Anmeldepflicht.


