Ein Wort, das alles verändert

- 20.04.2025 - 

Osterbotschaft von Dekanin Angela Heidler

In ihrer Osterbotschaft in der Ludwigskirche nimmt Dekanin Angela Heidler Maria von Magdala in den Blick. Die Jüngerin Jesu war es, die nicht nur bis zum Schluss am Kreuz stand, sondern die auch als erstes zum Grab Jesu ging. Für sie muss Jesus alles bedeutet haben, meint Heidler. Und sie erfährt, wie ein einziges Wort ihre hoffnungslose Situation wendet.

Früh am Morgen, als es noch dunkel war, geht Maria zum Grab. Sie sieht, dass der Stein weg war und findet das Grab leer vor. Verwirrt informiert sie den Jünger Petrus und andere, die ebenfalls zum leeren Grab kommen und ratlos umkehren. Nur Maria bleibt dort zurück und weint. Nicht mal an Jesu Totenbett kann sie sitzen und zur Ruhe kommen, im Tod ihm nah sein. Der sicher geglaubte Abschiedsrahmen bricht weg, allein und verzweifelt ist sie.
Später trifft sie mit verweinten Augen auf den Gärtner, der sie fragt: „Warum weinst du? Wen suchst du?“ Sie reden miteinander und dann, sagt Heidler, fällt das eine Wort, das alles verändert: Maria. So wie er „Maria“ sagt, kann sie plötzlich Jesus hören, erkennt seine Stimme. Dieses eine Wort öffnet eine Tür: „Maria versteht im Hören seine Liebe. Sie hört, erlebt und erfasst die neue Dimension“, sagt Heidler, „in diesem einem Wort ereignet sich Auferstehung!“ Die Knie sind noch weich, die Tränen versiegen, die Seele zittert noch, aber Traurigkeit weicht der Liebe.
„Auferstehung ist ins Herz gefallene Liebe Gottes“ fasst Heidler zusammen, „die Menschen verändert, die durchbricht, was starr ist, was haltlos macht. Auferstehung bietet dem Tod die Stirn. Gott ruft uns bei unserem Namen heraus aus der Spirale, in der wir uns zukunftsmüde und hoffnungsarm eindrehen.“ In der Nennung ihres Namens „klingt alles mit, was das Leben verändert. Jetzt erst kann sich Maria wirklich umwenden und erkennt ihn: Jesus lebt.“ Auferstehung breche der Liebe und darum dem Leben Bahn. Das sei so schwer zu verstehen und müsse daher erfahren werden. „Auferstehung ist Gottes Liebesgeschichte mit uns Menschen. Sie wendet das Blatt.“