#ZeigDeineWerte – Haltung zeigen und diakonisch handeln

Mit einem gemeinsamen Wahlaufruf setzen das Evangelische Stift Freiburg, das Diakoniekrankenhaus Freiburg, das Diakonische Werk Freiburg, die Evangelische Stadtmission Freiburg und die Evangelische Kirche in Freiburg ein starkes Zeichen gegen Spaltung, Intoleranz und Radikalisierung.

Jede Zeit hat ihre eigenen Themen, Entwicklungen und Herausforderungen. Aktuell nehmen wir große Umbrüche und Verschiebungen in der Gesellschaft und der Politik wahr, sowohl in Deutschland, als auch in Europa und der Welt. Radikalisierung und Intoleranz verschiedener Ausrichtungen nehmen zu; die Dialogbereitschaft, Solidarität und das Ringen um gemeinsame, kompromissfähige Lösungen nehmen ab. Teilweise werden dabei Positionen vertreten, die mit einem christlichen Menschenbild nicht vereinbar sind und die universelle Menschenwürde in Frage stellen.

Als diakonische Institutionen sehen wir uns aus unserem Glauben heraus verpflichtet, auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes für ein Miteinander einzutreten, das die Menschenwürde achtet. Wir setzen uns für Toleranz und Dialog statt Spaltung ein.
Nach dem christlichen Menschenbild ist jede Person in ihrer Einmaligkeit und ganzen Persönlichkeit von Gott gewollt und angenommen. Das verleiht ihr eine unteilbare und unverlierbare Würde und lässt sie bedingungslos wertvoll sein. Deshalb stehen wir für ein gewaltfreies, demokratisches Miteinander und die Achtung Aller ein, unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft, religiöser Überzeugung und sexueller Orientierung. Eine starke Zivilgesellschaft, eine breite demokratische Verankerung von Entscheidungen und den Schutz der Freiheit halten wir für unabdingbar.

Wir setzen uns für ein offenes Miteinander, für die bedingungslose Achtung der Menschenwürde und die Stärkung der Demokratie ein: Wir halten es für wichtig, sich dauerhaft am demokratischen Diskurs zu beteiligen und sich für eine offene Gesellschaft stark zu machen. Wir rufen daher dazu auf, die Demokratie durch Teilnahme an der bevorstehenden Wahl zu stärken.
 
Aus dem Brief an die Gemeinde in Philippi, Kapitel 2:
2b Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus. 3 Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst. 4 Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl.
5 Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.
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